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Kultur in Hamburg - das Hamburger Kulturmagazin

Als das Magazin "Kultur in Hamburg", 1970 noch unter dem Einführungstitel "Kultur für alle" gegründet, erstmalig auf den Markt kam, war die heutige Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg noch ein Referat in einer anderen Behörde, also nicht selbstständig. MitarbeiterInnen der Abteilung überlegten sich, die Hamburger Kulturszene und die hier entstehende Kunst zu fördern und ein Programm herauszubringen, das interessierten Hamburgern und Besuchern der Stadt den Weg durch die Kultur in und um Hamburg zeigte. Seitdem sind 35 Jahre vergangen.

Parallel zu diesem kommunal finanzierten Kulturmagazin entstand "Kultur aktuell - Verein zur Förderung des kulturellen Lebens in Hamburg e.V.", dessen so genannte Service-Teilnehmer gleichsam Abonnenten wurden. Der erste Mitgliederausweis wurde für Frau Daniela Westphal-Reichow mit der Nummer 1/270028 ausgestellt, der Ehefrau des damaligen Wirtschaftsministers von Schleswig-Holstein, deren Anliegen es war, gemeinsam mit weiteren aktiven Vereinsmitgliedern, es Menschen zu erleichtern, sich an der Kunst und Kultur zu beteiligen, ihnen Theater- oder Konzertkarten zu vermitteln und – gerade bei Kinder reichen Familien – diese zu bezuschussen.

Die Rechnung ging auf. Kultur aktuell e.V., der gemeinnützige Verein, wurde immer größer – hatte ein gewisses Standing in der Kulturmetropole Hamburg – warb erfolgreich um Spenden für notwendige private Kulturförderungsmaßnahmen und konnte so, neben der Bezuschussung von Theater- und Konzerkarten für sozial Schwächere, im Laufe der Jahre auch mehrere hunderttausend Mark an Förderungen z.B. an die Fotoabteilung des Museums für Kunst und Gewerbe, diverse kleine Theater der Hansestadt, wie etwa das Theater im Zimmer, das Theater im Keller oder das Theater Imago, sowie die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, die Sängerakademie Hamburg, die Musikhalle in Hamburg – heute Laeiszhalle – u.v.a. ausschütten.

Doch was hat das alles mit "Kultur in Hamburg" zu tun, wie es uns heute vorliegt?

Zwar wurden das Kulturmagazin "Kultur in Hamburg" und der Kartenservice "Kultur aktuell" ursprünglich in getrennten Unternehmen getragen – jedoch wurde beides kombiniert auf den Markt gebracht, so dass das Publikum der Kulturbegeisterten letztendlich gebündelt eine perfekte Mischung aus Service und Information erhält. So wird diese Kombinationsleistung vom Publikum geschätzt und genutzt, wodurch bis heute ein beträchtlicher Stamm von Abonnenten bzw. Mitgliedern entstanden ist.

Erschien die Vorgängerversion von "Kultur in Hamburg" anfänglich noch unter der Mitherausgabe der Freien und Hansestadt Hamburg im Christians Verlag, hat sich im Laufe der Zeit der auch politisch agile Konkret Literatur Verlag um die Herausgabe bemüht und übernahm diese schließlich – unter Fortführung kommunaler Mittel.

Anfang der neunziger Jahre verkaufte der Konkret Literatur Verlag die zwischenzeitlich von der Hansestadt Hamburg übernommene Publikation "Kultur in Hamburg" an François Maher Presley, der dafür eine eigene Gesellschaft mit dem Namen "Kultur in Hamburg" Verlags- und Handelsgesellschaft mbH gründete und fortan die Herausgabe rein privatwirtschaftlich und unabhängig betrieb. Aus einem Schwarz-Weiß Heft wurde zunächst eines mit der Zusatzfarbe Rot, aus diesem dann eine vierfarbige Ausgabe mit vielseitiger Redaktion und der Veröffentlichung von ca. 600 Veranstaltungen in und um Hamburg – bunt, unterhaltend, abwechslungsreich und modern.

Seit Mitte der neunziger Jahre wurde der neue Verleger von "Kultur in Hamburg" zudem Vorsitzender von "Kultur aktuell e.V.", brachte beide Unternehmungen zusammen zu einer Verlags- und Handelsgesellschaft, in der somit fortan auch die Führung des Kartenservice betrieben wird. "Kultur in Hamburg", in seiner heutigen Form, hat der Tradition des gemeinnützigen Vereins "Kultur aktuell e.V." folgend, neben der Hamburger Telemann-Gesellschaft e.V., viele Vereinigungen, Institutionen, Projekte und Einzelveranstaltungen gefördert - ein soziales Engagement, dass die Jahrzehnte überlebt hat und aussichtsreich ist.

Mit seiner 35jährigen Geschichte zeigt dieses Hamburger Kulturmagazin für anspruchsvolle Unterhaltung Kontinuität und hat viele andere publizistische Versuche, auch von Großverlagen auf dem Hamburger Markt, ein solches oder ähnliches Magazin zu platzieren überstanden - gut überstanden, was nicht zuletzt am Engagement der Leserschaft und den vielen Maßnahmen der Attraktivitätsentwicklung des Herausgeberverlages liegt. Heute ist "Kultur in Hamburg" als arrivierte Medienmarke Bestandteil der in-Cultura.com GmbH.