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Fez

Weltkulturerbe - Mittelalter und davor

 

Da gibt es den Hohen Atlas, dessen Gipfel viele Monate des Jahres mit Schnee bedeckt sind und der das herrliche Panorama für die Königsstadt Fez stellt, die, vor diesem Hintergrund im Tal liegend, im warmen Sonnenlicht ocker und golden leuchtet. Umschlossen von einer Stadtmauer wird Fez tatsächlich noch heute – wie im Mittelalter – morgens geöffnet und abends geschlossen. Dort brodelt es in den unzähligen Gängen, Gassen, Straßen und auf den zahlreichen Plätzen und in den verschiedenen Souks, in denen Lederwaren, Keramik, Bronze- und Silberarbeiten zum Kauf angeboten werden. Hinter jeder Tür versteckt sich ein kleiner Gewerbebetrieb, der zum Zuschauen einlädt. Handarbeit ist günstiger als Maschinen. Die Jungen lernen von den Alten, – drei Jahre ohne Bezahlung. Es wird hergestellt, verkauft und gehandelt. Vom Handel lebt Fez seit vielen Jahrhunderten.

 

Moulay Idriss I. gründete die Stadt, bevor sein Sohn Moulay Idriss II. sie zur Hauptstadt seines Reiches machte und ab 809 viele repräsentative Bauten errichten ließ. Fez’ Blütezeit begann mit der Vertreibung der Muslime aus Córdoba und der Ansiedlung arabisch stämmiger Familien aus dem tunesischen Kairouan. Bereits Mitte des 14. Jahrhunderts lebten ca. 200.000 Menschen in der Stadt, über die übrigens Arabiens berühmteste Gelehrte wie Ibn Battuta und Ibn Khaldoun Loblieder gesungen haben. Berühmte marokkanische Autoren stammen aus Fez. Heute leben hier 800.000 Menschen.

 

Fez bietet viele Sehenswürdigkeiten und ist in den frühen Abendstunden unvorstellbar schön und ins Orange der Straßenlaternen und Strahler getaucht, die die Stadtmauern beleuchten, um sie der schnell aufkommenden Finsternis zu entreißen. Am Morgen leuchtet die kubistisch anmutende Stadt in den wechselnden Farben der Sonne. Als Betrachter wird man traurig, entweder nicht schon immer hier gelebt zu haben oder bald die Stadt verlassen zu müssen.

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