Mit Büchern reisen ohne Grenzen
Mit Büchern reisen ohne Grenzen

Mallorca - Wirklichkeit oder Traum - deutsch / español

 

Texte: » François Maher Presley

Collagen: » Bernhard G. Lehmann

Herausgeber: Jörn Eckmann

 

Erschienen 1995

Leinen / Schutzumschlag, 48 Seiten, 39 x 21 cm, 14 ganzseitige farbige Bilder die hier gezeigt werden.

 

Preis: 14,80 EUR | » Vergriffen

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Aus dem Inhalt

 

Da bleibt nicht viel, was in die Wirklichkeit ruft. Nur ein kleines Kind, ein spanischer Knabe vom Festland, braungebrannt, mit dunklen Augen und schönem vollen Haar, der sich vertrauensvoll an meinen Tisch fesselt und unaufgefordert eine Geschichte erzählt: "Gestern ging ich spazieren. Nach einer kurzen Weile traf ich eine Blume am Wegesrand. Ich setzte mich zu ihr und bot meine Freundschaft an. Außerdem sprach ich zu ihr und stellte viele Fragen. Die Blume hat mir nicht geantwortet, und sie nahm auch meine Freundschaft nicht, obwohl überall die Sonne schien und es ein friedlicher Tag war. Heute ging ich wieder spazieren und suchte am Wegesrand die Blume vom vorherigen Tag, der ich viele Fragen stellte und meine Freundschaft anbot, und die mir keine Antwort gab und meine Freundschaft nicht nahm. Ich fand sie jedoch nicht, denn, obwohl überall die Sonne schien und es ein friedlicher Tag war, jemand hatte sie gepflückt."

 

Oder war es doch kein Traum? Nichts mehr hat Palma, die Metropole der Insel, mit dem einstigen, 400 n. Chr. von Römern gegründeten Fischerdorf gemein. Wenn auch die Mauern der Kathedrale La Seo von einer großen christlich geprägten Vergangenheit erzählen, so ist doch das Temperament der Straße arabisch geprägt. Die Lust am Leben, die Gassen und Plätze, die vielen Gerüche, die lange Siesta und das heftige Gestikulieren der Einheimischen spiegeln 700 Jahre Maurenherrschaft wider, Blut des Orients, ein anderes Zeitgefühl, manchmal keines, eine andere Ordnung, die gut versteckt im Chaos funktioniert. So bleibt nur, sich auf der Straße zu behaupten, Platz scheint es für alle zu geben; Rücksicht vorausgesetzt, kommt jeder seinem Ziel näher, wenn auch manchmal langsam, wenn auch über viele Umwege, doch jeder Abend bringt auch einen neuen Tag, das pulsierende Leben, die für Fremde unaufhörliche Geschäftigkeit, die keine ist und immer wieder abgelöst wird durch eine Tasse Café Solo, Cognac oder einen kleinen Imbiss, Krabben in Knoblauchsauce, zart, rosa, Geruch des Meeres, Salz und geriebener Knoblauch in Öl, mit verschiedenen Kräutern und heiß, Landbrot, Augen schließen, tief durchatmen, Gambas al Ajillo, Wasser, viel Wasser und Zitrone, saftig, frisch, leise schmatzen und genießen. Noch bin ich in meinen Träumen, Palma. Leben zwischen den Mauern der Geschichte, zwischen den trostlosen Bauten der heutigen Zeit, Ampeln, die sinnentfremdet schalten, um nur grüne und rote Lämpchen im Geschehen zu sein. Viele Touristenläden, Ramsch für Zuhause, Bauten, deren Innenleben von einer matten Schönheit erfüllt ist und Gemäuer, die nicht mehr die Kraft aufzubringen vermögen, auch noch dieses Jahrhundert überleben zu wollen. 

Meinungen

 

Ich kenne Mallorca nicht, nur das, was die Medien bringen, bin nicht so begeistert von diesem Touristenrummel.

 

Nun habe ich das Buch zweimal gelesen und fühlte mich auf der Insel so richtig wohl, denn Sie haben es so schön beschrieben. Ein Genuss. Ich möchte Sie bitten, mir das Buch zu signieren.

 

Viele liebe Grüße

Ihre Ernst und Gertrud Schmidt

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