Prof. Michael E. Goldstein
(08.11.1917-07.09.1989)
Musiker, Komponist und Autor


Veröffentlichungen / Publications

• Michael Goldstein: Ukrainische
    Rhapsodie für Klavier und Orchester 
    (unter dem Pseudonym Michajlo 
    Michajlovsky). Aufnahme des NDR mit 
    Galina Kowal, Klavier, und dem 
    Rundfunkorchester Hannover des NDR 
    unter Richard Müller-Lampertz
• Michael Goldstein: Michail Ignátieff und 
    die Balalaika – Die Balalaika als
    solistisches Konzertinstrument. 
    Zimmermann, Frankfurt am Main 1978, 
    ISBN 3-921729-01-7.

Werke von und über Michael Goldstein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. 

• Barbara Holster: Durch Musik
    Nationalschranken überwinden. 
• Zum Grabstein von Michael Goldstein, 
    mit Kurzbiographie
Zum Person

8. November 1917 in Odessa geboren und am 7. September 1989 in Hamburg verstorben.
 
Israelischer Violinist, Dirigent, Komponist und Musikpädagoge russisch-sowjetischer Herkunft.
 
Michael Goldstein erhielt ab seinem vierten Lebensjahr Violinunterricht und debütierte bereits im Alter von fünf Jahren als Wunderkind. In seiner Jugend war er ein Schüler von Pjotr Stoljarski, der auch David Oistrach und Nathan Milstein unterrichtete. Als Komponist verfasste er u.a. mehrere Werke, die unter den Namen anderer Komponisten veröffentlicht wurden, so z. B. 1948 die angebliche 21. Sinfonie von Nikolaj Owsjanniko-Kulikowski (1768–1846), die als musikalischer Hoax Berühmtheit erlangte. Er gab außerdem häufig Konzerte als Violinist. Daneben nahm er diverse Schallplatten auf, insbesondere die Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach.
 
Nachdem er wegen einer Handverletzung seine Karriere als Violinist aufgeben musste, konzentrierte er sich auf seine kompositorische und musikpädagogische Tätigkeit.
 
1963 emigrierte er aus der Sowjetunion und kam nach Umwegen über Ost-Berlin, Wien, Jerusalem und London 1969 in die Bundesrepublik Deutschland.
 
Seit 1969 war er als Professor für Violine an der Musikhochschule Hamburg tätig und bildete dort viele Musiker aus, die später Preisträger bei Jugend musiziert wurden.
 
1984 erhielt er für seine musikpädagogische Arbeit und sein soziales Engagement das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.
 
Er gab viele Konzerte zusammen mit Galina Kowal und Michael Minsky u.a. in der Musikhalle in Hamburg.
 
Sein jüngerer Bruder Boris Goldstein (1922–1987) war ebenfalls ein bedeutender Violinvirtuose, der gleichfalls nach Deutschland emigrierte.
 
Das bei in-Cultura.com verlegte Buch entstand in Zusammenarbeit zwischen Goldstein und Gudrun von Brockhusen, wurde aus deren Nachlass herausgegeben und mit einem Vorwort von François Maher Presley versehen.
Share by: